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          FAQ  
   
 

Was ist Factoring?
Factoring ist ein alternatives Finanzierungsinstrument (ähnlich, wie Leasing). Beim Factoring verkauft ein Unternehmen seine Forderungen aus geleisteten Warenlieferungen und Dienstleistungen an ein Factoring-Institut (= Factor = Factoring-Unternehmen). Durch Factoring erhöht sich die Liquidität des Unternehmens proportional zum Umsatz. Factoring bietet den hundertprozentigen Schutz vor Forderungsausfällen. Beim Factoring wird das Mahnwesen ausgelagert. Durch den Verkauf der Forderungen verkürzt sich Ihre Bilanzsumme um die Forderungen aus Lieferung und Leistung. Und durch die Verwendung der erhaltenen liquiden Mittel zur Minderung Ihrer Verbindlichkeiten verbessert sich Ihre Eigenkapitalquote zu Ihren Gunsten (ohne, dass Sie eine private Einlage getätigt haben). Der einzige Nachteil: Es kostet etwas. Aber wirklich nur etwas!

Ist Factoring nicht zu teuer?                                                                                                                          Nein.Die Kosten liegen im Bereich der Skonti und so kann Factoring richtig eingesetzt kostenneutral sein.

Gibt es bei meiner Bank Vorbehalte gegenüber Factoring?                                                                         Nein, ganz im Gegenteil. Durch Factoring steigern Sie Ihr Eigenkapital, was auch Ihre Bank freuen wird. So haben Sie auch bei anstehenden Kreditverhandlungen eine bessere Ausgangsposition.

Wie wirkt sich Factoring auf die Bilanz aus?                                                                                        Factoring führt zu einer Verkürzung der Bilanz. Die Eigenkapitalquote und andere Bilanzkennziffern verbessern sich, weil die Verbindlichkeiten von Lieferanten abgebaut werden. Gerade im Hinblick auf Basel II ist das für viele Unternehmen wichtig. Denn Außenstände können sich schnell so summieren, dass sie die Bilanz eines Unternehmens ernsthaft belasten. Hinzu kommt, dass immer mehr Debitoren längere Zahlungsziele fordern.

Worin liegen die besonderen Vorteile des Factoring für den Mittelstand?                                                   Die Außenstände machen oft 20-35 % der Bilanzsumme kleiner und mittlerer Unternehmen aus. Durch Factoring können die Außenstände in sofortige Liquidität verwandelt werden. Übernimmt ein Factor die Forderungen ist das Unternehmen vollständig gegen Forderungsausfälle abgesichert und kann auch die Kosten für ein eigenes Debitorenmanagement sparen.

Wie reagieren meine Kunden auf die Zusammenarbeit mit einem Factor?                                                Die Kunden erfahren von der Zusammenarbeit durch die Aufschrift auf den Rechnungen, dass die Forderungen an den Factor abgetreten sind. Sie nutzen nun die Vorteile eines modernen Finanzierungsinstrumentes. Ihre Kunden wissen nun, dass Sie stark expandieren und den Teil der Debitorenbuchhaltung outgesourct haben. Ihre Kunden überweisen nun die Rechnungsbeträge nur auf ein anderes Konto. Nachfragen kommen meist nicht, es wird akzeptiert bzw. auch mal in Erwägung gezogen, diese Dienstleistungen ebenfalls zu nutzen. Es ist nämlich noch nicht allzu bekannt, dass ggf. für die Umsatzbereiche Ihrer Kunden ebenfalls die Möglichkeit des Factorings besteht.

Wer schreibt die Rechnungen?                                                                                                                      Die Faktorierung bleibt weiterhin bei Ihnen. Sie übermitteln uns lediglich Kopien der Rechnungen zur Führung der Debitorenbuchhaltung.

Welche weiteren Kosten (Zinsen, Inkasso, Kontoführung etc.) kommen noch auf mich zu?                         Wir erstellen anhand Ihrer Firmenparameter eine "Fullservice-Gebühr" welche alles beinhaltet. Es gibt dadurch für Sie weder versteckte noch zusätzliche Kosten.

Wie und wann erfolgt die Auszahlung?                                                                                                  Nach Eingang Ihrer Rechnungen bei uns erfolgt die Auszahlung in der Regel innerhalb 48 Stunden direkt auf Ihr Konto.

Wann wird der Sicherheitseinbehalt ausgezahlt?                                                                                  Nach Zahlungseingang Ihres Kunden.

Welche Unterlagen bekomme ich von ihnen?                                                                                               Wir erstellen Ihnen für jeden Rechnungsankauf eine ausführliche und übersichtliche Abrechnung. Außerdem erhalten Sie von uns jeweils OP-Listen sowie Aufstellungen über eingegangene Zahlungen.

Wann ist Factoring sinnvoll?
1.  Ihr Unternehmen steht vor oder befindet sich in einer Wachstumsphase. Sie würden einen ständig steigenden Kontokorrent benötigen, was permanente Gespräche mit Ihrer Hausbank bedeutet. So nicht mit Factoring, Factoring bedeutet umsatzkongruente Liquidität. D.h. Ihre Liquidität wächst proportional mit Ihren Umsätzen.
2.  Sie können Ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber Ihren Lieferanten aufgrund der permanenten Überziehung der Zahlungsziele Ihrer Kunden nicht mehr zeit nah nachkommen. Bestehende Skonti können Sie selten oder gar nicht nutzen. So nicht mit Factoring. Hier können Sie bestehende Skonti ausnutzen sowie höhere oder neue Skonti aushandeln, da Sie nun zu den bevorzugten Bar-Zahlern gehören.
3.  Sie planen größere Investitionen und benötigen einen höheren Bankkredit. Mit Factoring verbessern Sie im Vorfeld Ihre Eigenkapitalquote und damit auch das Ergebnis Ihres Ratings bei der Bank. Mit einem besseren Rating
erhöhen sich Ihre Chancen zur Kreditgewährung / -erhöhung zu günstigeren Konditionen

Was beinhaltet Factoring?
Neben der sofortigen Bezahlung der Rechnungen,
führen wir für Sie die Debitorenbuchhaltung (incl. Mahnwesen) und sichern sie gegen Forderungsausfall ab.

 
     
          Lexikon  
   
 

Absatzfinanzierng                                                                                                                                               Factoring ist ein Instrument der Absatzfinanzierung.

Ausfallrisiko
Risiko des teilweisen oder vollständigen Forderungsverlustes wegen Zahlungsunfähigkeit eines Abnehmers (Debitor). Der Factor übernimmt das Ausfallrisiko bis zu 100 %

Außenstände
Summe der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen. Außenstände stehen gesammelt im Kunden- oder Debitorenkonto, spezialisiert im Kontokorrentbuch oder in der Kundenkartei. Sie bedürfen einer ständigen Kontrolle, damit ggf. das Mahnverfahren sofort einsetzen kann. Ordnungsmäßiger Eingang der Außenstände ist Voraussetzung für die Zahlungsbereitschaft (Liquidität). Mit Hilfe von Factoring lassen sich Außenstände in liquide Mittel umwandeln.

Ausschnittsfactoring
Entscheidet sich ein Unternehmen dafür, nur einen Teil der Forderungen zu factorn, handelt es sich um Ausschnittsfactoring . Beispiele: nur bestimmte Abnehmergruppen (Großhandel, Branchen), Beschränkung auf bestimmte Produkte bzw. Dienstleistungen. 

Bonität
Kreditwürdigkeit der Geschäftspartner; die laufende Bonitätsprüfung dieser Debitoren gehört zum Service des Factors und dient der Sicherheit des Kunden.

Branchen
Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen im B2B – Bereich ( Gewerbliche Kunden ) können die Vorteile des Factoring nutzen.

Debitorenbuchhaltung
Kundenbuchhaltung. Die Überwachung und Buchung der Zahlungseingänge, wird im Rahmen des Factoringvertrages vom Factor übernommen und durch ein Reporting dem Kunden offen gelegt.

Debitorenmanagement
Dazu gehören Debitorenbuchhaltung, regelmäßige Bonitätsprüfungen, Mahnwesen und Inkasso. Ohne Factoring ist das Debitorenmanagement häufig mit erheblichem Zeit- und Personalaufwand verbunden, was somit wiederum höhere Kosten verursacht. Die Übernahme des Debitorenmanagements gehört zum Serviceangebot des Factors.

Delkredere
Haftung des Factors für den teilweisen oder vollständigen Forderungsverlust durch Zahlungsunfähigkeit eines Abnehmers.

Eigenkapital/Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote errechnet sich aus dem prozentualen Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme eines Unternehmens. Sie beschreibt den Grad der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität der Unternehmung. Allgemein gilt: Je höher die Eigenkapitalquote, umso größer ist die prinzipielle Ausgleichsmöglichkeit von eingetretenen Verlusten. Durch Factoring werden Außenstände in Eigenkapital gewandelt.

Factoring
Unter Factoring versteht man den Kauf von Geldforderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen. Factoring dient der kurzfristigen Umsatzfinanzierung und dem Schutz vor Forderungsausfällen.  Factoring für den Mittelstand (Mittelstandsfactoring) konzentriert sich speziell auf den Mittelstand ab einem Jahresumsatz von ca. 100.000 EUR.

Factoringinstitut (Factor)
Anbieter der komplexen Finanzdienstleistung Factoring, zu der neben der kurzfristigen Umsatzfinanzierung auch die Absicherung vor Forderungsausfällen und Übernahme des Debitorenmanagements gehören.

Kreditversicherung
Auch der Abschluss einer Kreditversicherung dient dazu, sich vor Ausfallrisiken zu schützen. Prämien für eine Kreditversicherung können bei der Zusammenarbeit mit einem Factor eingespart werden.

Kunden des Factors
Vorwiegend mittelständische Unternehmen mit Umsatzwachstum und gewerblichen Abnehmen; es kann sich dabei um Hersteller, Großhändler oder Dienstleister handeln.

Liquidität
Wird vom Factor sofort bereitgestellt. Sie ist die betriebswirtschaftliche Grundbedingung für soliden geschäftlichen Erfolg und wird häufig durch hohe Außenstände gefährdet.

Mahnwesen
Teil des Debitorenmanagements, das i.d.R. auf den Factor übertragen wird. Besonderheit: Das Mahnwesen findet in enger Abstimmung mit dem Kunden satt.

Nutzen des Factoring
Verbessert Liquidität durch Abbau der Außenstände, Einsparung beim Einkauf durch Skonti und Rabatte, bis zu hundertprozentige Sicherheit vor Zahlungsausfällen, Kostenersparnis für das Debitorenmanagement, laufende Bonitätskontrolle der Debitoren, Wegfall der Kosten für eine Kreditversicherung, zusätzlich Verbesserung der Bilanzstruktur, Verbesserung des Standings bei Banken und Lieferanten.

Offenes Factoring
In Deutschland vorherrschende Form des Factoring, bei der die Debitoren über die künftige Zusammenarbeit mit dem Factor informiert werden.

Outsourcing
Auslagerung einzelner Betriebsfunktionen, Rationalisierungseffekt, Inanspruchnahme spezialisierter Dienstleister:
Factoring ermöglicht dem Kunden das Outsourcing des kosten- und personalintensiven Debitorenmanagements.

Rabatte
Bringen Kostenersparnis beim Einkauf, lassen sich in der Regel durch Barzahlung erzielen. Vorteilhafte Einkaufskonditionen sind ohne ausreichende Liquidität kaum möglich .

Rating
Auf internationalen Finanzmärkten übliche standardisierte Kennziffer zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines internationalen Schuldners; es kann sich um Länder (Länder-Rating) oder Emittenten (Emittenten-Rating) handeln. - Die Erstellung erfolgt durch auf wirtschaftliche Analyse international bedeutender Schuldner spezialisierte private Unternehmungen.
Rating-Stufen: Triple-A-Rating (AAA) für bonitätsmäßig erstklassige Schuldner, Double-A-Rating (AA) für zweitklassige Schuldner, Single-A-Rating (A) für drittklassige Schuldner mit noch zufriedenstellender Bonität und analog abgestufte B-Rating für bonitätsmäßig zweifelhafte Schuldner. - In den 80er Jahren gewannen Rating zur Klassifizierung länderspezifischer Risiken große Bedeutung. Gemäß der Beschlüsse des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht müssen spätestens vom Jahr 2003 Banken ihre Kreditkunden nach deren Kreditrisiko einschätzen, sie also "raten". Das Risiko, vor allem das Ausfallrisiko eines Kredits hat Auswirkungen auf die Höhe des haftenden Kapitals der Bank. Sichere Risiken (AAA) müssen mit lediglich 20% Eigenkapital hinterlegt sein. Hohe Risiken (unter B-) mit 150%. Praktisch bedeutet das, dass eine Bank mit nur erstklassigen Kunden, künftig bei gleichem haftenden Kapital 7,5 mal so viel Kredit vergeben kann (und dafür Zinseinnahmen verbuchen kann) als eine Bank mit ausschließlich risikobehafteten Kunden. Keine Frage, dass Unternehmen mit schlechtem oder fehlendem Rating mit steigenden Zinskosten rechnen müssen. Schlimmstenfalls bleibt ihnen eine Fremdfinanzierung über Banken ganz versagt.

Risikoübernahme
Wichtige Leistung im Rahmen des Factoring; der Factor übernimmt im Gegensatz zur Warenkreditversicherung das Risiko bis zu hundert Prozent regresslos.

Sicherheitseinbehalt
Dient dem Factor zum Ausgleich von Rabatten, Skonti oder eventuellen Mängeleinreden durch Debitoren; er beträgt zwischen 10% und 20% der gekauften Forderung und wird bei Fälligkeit verrechnet bzw. ausbezahlt.

Stammkunden
Wichtigste Kundegruppe jedes Unternehmens; die häufig weitgefasste Zahlungsziele in Anspruch nimmt. Mittelständische Unternehmen mit vielen Stammkunden sind typische Factoringnutzer. Beim Factoring ist der individuelle Umfang mit den Stammkunden ein wichtiges Kriterium.

Umsatzfinanzierung                                                                                                                                                         Richtig eingesetzt kann Factoring eine kostenneutrale Art der Umsatzfinanzierung sein.

Warenkreditversicherung (WKV)
Ist die Versicherung von Forderungen aus Warenlieferungen und / oder Dienstleistungen gegen Insolvenz inländischer Abnehmer des Versicherungsnehmers. Über die Mitversicherung des protracted default lässt sich der Versicherungsschutz auch auf die Zahlungsunwilligkeit erweitern.

Zahlungsziele
Zahlreiche Unternehmen räumen ihren Kunden großzügig Zahlungsziele ein und schaffen sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil. Für sie eignet sich Factoring besonders. Der Factor zahlt unmittelbar nach Vorlage der Rechnungskopien bis zu 90% des Rechnungsbetrages aus; die Restsumme dient als Sicherheitseinbehalt und wird nach Fälligkeit unter Berücksichtigung von Skonti, Rabatten oder Retouren überwiesen.

Zukunft
Factoring ist heute aus der internationalen Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. Zunehmend mehr Unternehmen in aller Welt nutzen diese komplexe Finanzdienstleistung zur Umsatzförderung und Existenzsicherung. Die deutsche Factoringbranche erlebt seit Jahren ein lebhaftes, kontinuierliches Wachstum.

 

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